Nein sagen hat für mich in erster Linie mit Abgrenzung und Grenzen setzen zu tun. Wenn wir von Selbstzweifeln und Schuldgefühlen geplagt werden, wird es verdammt schwer, diese Grenzen auch zu setzen. Das gilt insbesondere für Menschen, die mit ihrer psychischen Gesundheit kämpfen. Das heisst: Wir brauchen ein sicheres, starkes Fundament unter unseren Füssen, damit das mit dem Neinsagen auch klappt. 

Agieren statt reagieren – klare Grenzen setzen hilft

Wenn du dich innerlich klar und sicher fühlst, kannst du das auch klarer im Aussen artikulieren. Du kannst zum Beispiel deine*r Lebenspartner:in offiziell mitteilen, dass du von nun an zwei Abenden in der Woche für dich haben möchtest.

Oder du schaffst es, deinen Arbeitskolleg:innen mitzuteilen, dass du prinzipiell nicht unterbrochen werden willst, wenn du gerade etwas am Erarbeiten bist. Du musst also nicht erst auf den Moment warten, in dem du Nein sagen musst, sondern kannst agieren, statt zu reagieren.

Dieses Prinzip habe ich übrigens nicht selbst erfunden, ich finde es aber einfach genial und sehr wirkungsvoll. 

Im nächsten Blogpost zu diesem Thema werde ich noch näher auf konkrete Beispiele eingehen.

Wie kann ich diese Klarheit und Sicherheit gewinnen?

Wir dürfen lernen – körperlich, seelisch, mental – dass es völlig okay ist, wenn wir etwas nicht tun möchten, wenn wir mal nicht verfügbar sind für andere oder aktiv Zeit für uns nehmen. Dass wir unsere Bedürfnisse an erste Stelle setzen und sagen dürfen, wenn wir etwas nicht wollen.

Dazu ist es elementar, unsere Bedürfnisse und Werte zu kennen, wissen, was wir brauchen, um genügend Energie für uns und somit auch für andere zu haben. Und natürlich gehört dazu auch, Klarheit zu unseren Grenzen und Standards zu haben. Und wir dürfen auch lernen, die Art zu verändern, wie wir mit uns selbst sprechen, mit uns selbst ins Gericht gehen. 

  • Also, was gibt dir Freude und Energie? 
  • Was brauchst du, um zufrieden zu sein und dich im Flow zu fühlen? 
  • Welches sind deine unverrückbaren Werte und inwiefern lebst du diese? 
  • Was würdest du sofort nicht mehr tun, wenn du mal all deine Ängste, Schuld und eigene Speed-Limits auf die Seite stellst und dir nichts passieren könnte?
  • Welche alten Verletzungen und Glaubenssätze darfst du heilen und loslassen?

Rocke dein nächstes schwieriges Gespräch!

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Nein zu sagen braucht Übung 

Mal ehrlich, wann hat jemand schon einmal so schlimm reagiert, wie du dir es ausgemalt hast (in einer normalen Situation)? Nur durch Wiederholung werden wir merken, dass unsere Alptraumszenarien eben doch nur in unserem Kopf leben. So wird es uns das Grenzen setzen immer leichter fallen. Und irgendwann schaffen wir das so proaktiv, dass wir gar nicht immer Nein sagen müssen, weil unsere Grenzen bereits im Vorhinein klar sind. 

Und das Gute ist: Du musst das nicht alleine schaffen! Es ist total okay, dir Hilfe zu holen. Denn dieser Prozess kann wirklich harte Arbeit sein, lass es uns sagen, wie es ist. 

Mir ist sehr bewusst, dass das alles umso schwerer wird, je mehr soziale Verpflichtungen und berufliche Abhängigkeit wir haben. Darum: es geht darum, für dich Lösungen zu erkennen, innerhalb der eigenen Möglichkeiten, der eigenen Lebenssituation. Und ich weiss aus Erfahrung, dass es diese Lösungen in den allermeisten Fällen gibt, auch wenn sie vielleicht erst einmal ein bisschen diffus scheinen. 

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